AGMN NEWS

NOTARZT-Kurs 2020

05.12.2019

22.08.  bis 30.08.2020 Hansestadt Rostock zur Erlangung der Zusatzbezeichnung NOTFALLMEDIZIN               ANMELDUNG:   über die Ärztekammer M-V ! (siehe unter TERMINE) Kurs zur Erlangung der Zusatzbezeichnung NOTFALLMEDIZIN (nach dem 80-Std.-Curriculum der BÄK)  22. August  bis  30. August  2020 Hansestadt Rostock - Höhrsaal...

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AGMN NOTFALLTAG  2020

07.10.2019

PROGRAMM  AGMN-NOTFALLTAG   2020      

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01.01.2013

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20. Notärztetag in Greifswald

26.11.2012

20. Notärztetag 2012 in Greifswald

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Save the Date !   3. AGMN-NOTFALLTAG

am 26. September 2020

 

Tradition im Herbst

AGMN-NOTFALLTAG 2019

 

 

Die AGMN e.V. hatte erneut ins TriHotel geladen. Der Mix aus Fachvorträgen am Vormittag und praktische Übungen am Nachmittag, bei denen jeder Teilnehmer vier Workshops absolvieren musste, wurde begeistert aufgenommen. Im Fokus standen in diesem Jahr Arbeitsunfälle, die zwar weniger als 10 % des Einsatzgeschehens ausmachen, jedoch mit erheblichen Verletzungen und Folgeschäden einhergehen können.

 Eröffnung

Der Notfalltag stand erneut unter Schirmherrschaft des Ministers für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe, der einen persönlichen Gruß an die Teilnehmer übersendete.

 

Unterstützt wurden wir durch Mitarbeiter und Notärzte der Universitätsmedizin Rostock, des Klinikum Südstadt, des Klinikum Güstrow, der Universitätsklinik Greifswald und des Klinikum Neubrandenburg.

 

„Genauso gut, wie im letzten Jahr“ oder „endlich mal viel Praktisches“ aber auch „die Zeit war viel zu kurz“ – waren die Grundmeinungen am Samstag dem 07.09.2019 in Rostock.

 

Für alle Diejenigen, die an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnten, haben wir die wichtigsten Referate hier zusammengefasst:

 

Herr Bastian Barann – Unfallchirurg der Universität Rostock – berichtete über die verschiedenen Traumazentren in M-V, deren fachlichen Möglichkeiten, vorgeschriebenen personelle Besetzung und mögliche Behandlung bzw. Einweisung bei sogenannten BG-Verfahren.

 Traumanetzwerk

Der Plastische Chirurg Prof. Dr. Peter Mailänder vom Verbrennungszentrum des Universitätsklinikums Lübeck machte in einem kurzen Vortrag mit eindrucksvollen fotodokumentierten Fallbeispielen deutlich, welch schwere, z.T von außen nicht sichtbare Verbrennungen und Verletzungen Stromunfälle unter der Haut machen können. Dabei wies er deutlich darauf hin, dass für den erstbehandelnden Notarzt/Rettungsdienst neben Infusion und Analgesie vor allem der Wärmeerhalt sowie der schnellstmögliche Transport in eine Verbrennungsklinik notwendig sind.

 Mailänder

Sehr interessant war auch der Beitrag von Alexander Trenn. Herr Trenn ist Abteilungsleiter Brandschutz in Schwedt und als Fachberater für Gefahrstoffe täglich bundesweit im Einsatz. Er berichtete mit Original-Bildern und Videos über einen Chemieunfall 2016 auf der A 10 - ein Einsatz, der zahlreiche Berufs- und Freiwillige Feuerwehren, Polizei und Rettungsdienste, Krankenhäuser und Autobahnmeistereien mehr als zwei Tage beschäftigte.

 Trenn2

Ein Highlight war die Demonstration einer möglichen Rettung  (Abseilen) eines Patienten durch die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Rostock.

 Höhenrettung

In den Workshops konnten dann praktische Fertigkeiten wie Videolaryngoskopie, Thoraxpunktion, Thoraxdrainage (an Schweinehälften) und  Notkoniotomie geübt werden. Eine besondere Herausforderung war die Simulation eines Arbeitsunfalles mit Strom. Hier mussten die Workshopteilnehmer in verschiedenen Funktionen im Rettungsdienst agieren und wichtige Aspekte wie Eigensicherung, Triage, Kommunikation im Team, Delegation von Aufgaben beachten. Eine Videoauswertung hatte jeweils diese Simulationen und mögliche Fehler bei der Arbeit und im Einsatz deutlich gemacht.

 SpannungsPneuThoraxdrainageVideolaryngoskopie

In der Auswertung wurde der 2. Notfalltag als sehr gelungen bewertet und hat gezeigt, dass gemeinsame Fortbildungen ganz unterschiedliche Mitarbeiter der Kliniken, des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und der Polizei wertvoll für die gemeinsame Arbeit am Patienten sind und in Zukunft fortgeführt werden sollten.

 Einsatzlage2

 

Das Organisationsteam plant schon jetzt einen 3. Notfalltag am 26.09.2020 !

 AnmeldungIndustrie

 

 

Grußwort des Ministers für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe zum Notfalltag Mecklenburg-Vorpommern am 7. September 2019 in Rostock

 Portrait Harry Glawe freigestellt

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wie im vergangenen Jahr - habe ich auch in diesem Jahr - sehr gern die Schirmherrschaft für den heutigen Notfalltag übernommen und möchte ich Sie auf diesem Wege herzlich grüßen.

 

Was wäre der Rettungsdienst in unserem Bundesland ohne die tätigen Notärzte und Notärztinnen und ihr aktiver Beitrag zur Entwicklung des Rettungsdienstes, um den aktuellen medizinischen, demografischen und sozialen Anforderungen gerecht zu werden.

 

Ihr Agieren - der Arbeitsgemeinschaft der in Mecklenburg-Vorpommern tätigen Notärzte und Notärztinnen - orientiert sich stets an den aktuellen Veränderungen und Erfordernissen, sodass durch Ihre Tätigkeit wertvolle Impulse für die Entwicklung eines modernen Rettungsdienstes in Mecklenburg-Vorpommern gesetzt werden.

 

Die heutige Fortbildungsveranstaltung, die in Verantwortung der AGMN organisiert und durchgeführt wird, steht unter dem Motto „Arbeit kann auch gefährlich sein“.

 

 

Unter anderem greifen Sie das Thema Höhenrettung auf, dass infolge der Energiewende und der damit verbundenen Energiegewinnung der Offshore-Windparks zunehmend an Bedeutung gewinnt. Aber auch bei der Verletztenversorgung auf See des Havariekommandos, an der neben den Teams der anderen mitwirkenden Bundesländer, unser Verletztenversorgungsteam aus Rostock integriert ist, müssen die Einsatzkräfte auf Höhen- und Tiefenrettung sowie auf Unfälle durch Strom oder Chemikalien bestmöglich vorbereitet sein.

 

 

Ich begrüße es ausdrücklich, dass die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und der Polizei auch in diesem Jahr wieder zusammenkommen, um ihr Wissen hinsichtlich des Zusammenwirkens bei komplexen Einsatzlagen im Umfeld von Arbeitsunfällen zu optimieren.

 

Ich möchte Ihnen meinen besonderen und vor allem auch herzlichen Dank dafür aussprechen, dass Sie sich ständig den neuen Herausforderungen stellen und durch Ihre Tätigkeit als Notarzt und Notärztin sowie Ihr Engagement in der AGMN und im Landesbeirat für das Rettungswesen einen aktiven Beitrag dazu leisten, dass Mecklenburg-Vorpommern einen modernen Rettungsdienst vorhalten kann!

 

Ich danke ebenso herzlich den Organisatoren und Unterstützern, die den Notfalltag ermöglichen. Für die heutige Veranstaltung wünsche ich Ihnen viel Erfolg sowie viele spannende und bleibende Eindrücke!

 

Harry Glawe

Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Mecklenburg-Vorpommern

 

 

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Rückblick:  NOTFALLTAG 2018

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…es wäre der 26. Notärztetag der AGMN gewesen,

wurde aber der   1. AGMN-NOTFALLTAG M-V

 

Die Arbeitsgemeinschaft in Mecklenburg-Vorpommern tätiger Notärzte e.V. (AGMN) hat in Zusammenarbeit mit der Tactical Rescue & Emergency Medicine Association (TREMA e.V.) zu einem etwas anders gearteten Notfallübungs- und Weiterbildungstag für Notärzte, Rettungsdienstmitarbeiter, Feuerwehrleute und Polizisten geladen.

Der Notfalltag stand unter Schirmherrschaft des Ministers für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe, der einen persönlichen Gruß an die Teilnehmer übersendete.

In den vergangenen Jahren hat es wiederholt Terroranschläge in den Ländern der europäischen Union gegeben. Dabei ist die Lage für die ersteintreffenden Kräfte des Regelrettungsdienstes, der Polizei und / oder Feuerwehr oft unklar und auch bedrohlich.

Im TRIHOTEL in Rostock wurden am 1. September theoretische und praktische Kenntnisse zum Verhalten am Einsatzort und zur Verletztenversorgung in solchen Gefahrensituationen vermittelt.

Fast 100 Teilnehmer aus mehreren Bundesländern und ausgebuchte Workshops zeugten vom großen Interesse am gewählten Thema.

Andreas Schwartz sagte zu Beginn seines Vortrages über die bedrohlichen Lagen: „Ich bin überwältigt von der Menge…“ – und meinte dabei die Anzahl der Kursteilnehmer, die sich für das Thema interessierten.

Im Alltag des Rettungsdienstes rechnen wir selten mit schweren, penetrierenden Verletzungen, wie sie bei Schusswunden oder Explosionen entstehen. Hier konnten die Mitglieder und Ausbilder der TREMA e.V., die mit einem 10-köpfigen Team aus ganz Deutschland angereist waren, echte Erfahrungen und Einsatzbilder aus Krisengebieten zeigten. Nach einem Terroranschlag gilt es, sich selbst und die Patienten aus der Gefahrenlage zu bringen. Nur die notwendigsten medizinischen Maßnahmen, wie das Stillen einer Blutung oder die Thorax-Entlastungspunktion bei Spannungspneumothorax sollten durchgeführt werden. Vorher ist jedoch überhaupt erst einmal die Erkennung der bedrohlichen Situation notwendig. Immer wieder wurde auf die „Situative Aufmerksamkeit“ hingewiesen.

In mehreren Übersichtsvorträgen am Vormittag wurden, durch ausgewiesene Spezialisten zum Thema „Besondere Lagen“, Grundkenntnisse zum Verhalten am Einsatzort, zum Umfang des medizinischen Wissens von Polizeibeamten und Anforderungen der Polizei, aber auch über Schussverletzungen und Explosionstraumata anschaulich dargestellt. In den folgenden Stunden wurden an sechs verschiedenen Stationen Notfalleingriffe wie Not-Koniotomie, Thorax-Entlastungspunktion, Blutstillung geübt und - sowohl am Straßenbildmodell am Tisch als auch als Übung im Gelände - das Eintreffen und Vorgehen am Notfallort geübt. Besonders letzteres Szenario war spannend und mit 10 DRK-Helfern als geschminkte Verletzten fast realitätsnah nachgestellt:

Ein Auto war in eine Menschenmenge gerast, der „Attentäter“ noch am Unfallort und den ersteintreffenden Helfern bot sich ein Bild der Verwüstung mit z.T. schwerstverletzten, schreienden und hilflosen Personen.

Am Ende des kurzweiligen Ausbildungstages waren sich die Teilnehmer einig, wie körperlich anstrengend und mental belastend die Übungen gewesen sind.

In der Evaluation ist der AGMN-Notfalltag als sehr gelungen bewertet worden und hat es geschafft, viele ganz unterschiedliche Mitarbeiter des Rettungsdienstes, der Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr bei den gemeinsamen Trainings einander näher zu bringen.

Das Organisationsteam denkt über einen Notfalltag im kommenden Jahr nach und bedankt sich noch einmal herzlich für die tatkräftige Unterstützung der TREMA e.V. sowie beim Team des TRIHOTEL´s.

 

 

 

Diese Firmen und Sponsoren unterstützen freundlicherweise diese Veranstaltung

um die notwendigen Unkosten zu decken:

 

   
   
Ambu Medi Care 500,00 €
Fahrtec Systeme GmbH 500,00 €
utila Gerätebau GmbH & Co. KG 500,00 €
Fleischhacker GmbH & Co. KG 500,00 €
Löwenstein Medical GmbH & Co. KG 300,00 €
Hesto-Med Nord GmbH 500,00 €
medida GmbH & Co. KG 500,00 €
Medical SCG/SCI 500,00 €
Mundipharma DeutschlandGmbH & Co. KG 500,00 €
P3 telehealthcare 500,00 €
Pulsation IT GmbH 500,00 €
Schnitzler Rettungsprodukte GmbH & Co. KG 300,00 €
Stryker GmbH & Co. KG 500,00 €
Verathon Medical Europe B.V. 300,00 €
Weinmann GmbH & Co. KG 500,00 €
ZOLL Medical Deutschland GmbH 500,00 €
   

 

 flyer